Karma Koma
Verschlafen. Kein Wunder, ich bin in der vergangenen Nacht am Rechner eingenickt. Im Bett. Mit dem Tragbaren auf den Knien. Arbeiten und nebenbei Kommunikation - vielleicht war das zu viel, vielleicht war es auch einfach so, dass ich Schlaf brauchte. Bis heute Morgen um 10 Uhr, wobei ich vorher mehrfach telefoniert habe, wenn ich auch nicht mehr genau weiß, worum es ging und was ich gesagt habe. Ach, einmal war es O. und an dieser Stelle schon einmal vielen Dank, dass Du Dich darum kümmerst. Müde. Bin ich nun schon wieder. Und ich habe auch das Gefühl, am Ende zu sein. Am Ende der Kräfte. Es ist ein stetes Arbeiten, kaum Ruhephasen, kaum Zeit für mich, für einsame Abend in meinem Bett, süßes Nichtstun. Einen Tag. Ich bitte um einen Tag. Es sind so viele Gedanken in meinem Kopf und gleichzeitig müssen so viele Dinge erledigt werden. Es ist ein wenig viel. Momentan. Ich finde mal wieder den Ausgang nicht, fühle mich wie in einem Spiegellabyrinth.
Und ich bin immer wieder müde. Warum auch immer. So bin ich eben einfach wieder eingeschlafen, vollkommen entkräftet. Nicht jünger, älter werde ich. Nun, daran sollte es nicht liegen, aber ich muss vermutlich mit meinen Kräften besser haushalten. Die nächtlichen Eskapaden am Laptop und die Schlaflosigkeit raubt Energie, das ist sicher. Ich muss etwas ändern, keine Frage. Und nachdem ich eine Tüte Haribo Colorado gegessen habe, ist mir auch wieder schlecht. Ja, ich bin selbst Schuld und ich beklage mich ja auch gar nicht. Ich hatte lediglich das Gefühl, dass ich Zucker brauche. Irgendwo muss die Energie ja herkommen. Obst soll ich essen, kann ich aber wegen der Allergien nicht. Dann eben Gemüse. Ja, das kann ich. Und kein Aber. So habe ich neben nun Kohlrabi und Kartoffeln stehen, nehme hin und wieder eine Gabel und muss aufpassen, dass meine Katze mir nicht zuvor kommt. Immer immer wieder bin ich müde. Es ist zu viel, ich mache zu viel, ich will zu viel. Ich gebe es zu. Ich verzettele mich, keine Frage. Bündeln. Muss ich. Ganz sicher. Und ich muss mir Auszeiten nehmen. Und aufräumen. Und mich aufbäumen. Ich schaffe das schon. Irgendwie. Morgen will das beste Ypsilon von allen wieder arbeiten, aber ich habe kein gutes Gefühl dabei. Ruhe täte ihr gut, davon bin ich überzeugt. Und die Arbeit, so gern sie es auch tut, ist zu viel. Befürchte ich. Aber ich werde sie morgen abholen, damit ihr die Fahrt mit dem Bus erspart bleibt und ich werde sie wie gewohnt nach Hause fahren. Ich hoffe, dass sie weiß, was sie tut, ich hoffe, dass es kein falscher Ehrgeiz ist. Keine Frage, dass es mit ihr einfacher ist, dass ich sie auch brauche, aber Arbeit ist unwichtig. In meinen Augen. Zumindest verglichen mit der Gesundheit. Weise Worte, Herr Sengbusch, das hat bestimmt noch niemand vor ihnen gesagt. Na, egal, nun steht es da.
Noch ein paar Bohnen und dann bin ich satt, mein Kopf wird es niemals sein.
Genugtuung. Wahrlich. Ich rufe bei der "Bild" an und sie kennen dort meine Zeitung. Unglaublich. Nichts musste ich erklären, der junge Mann kannte alles. Überrascht. War ich. Bin es immer noch. Und begeistert. Bin ich. War im ersten Moment aber einfach zu überrascht. Meine kleine Internetzeitung wird erwachsen, ich glaube täglich mehr an das Überleben, an den großen Sieg, der irgendwann bevorsteht. Der Weg bis zum Finale ist ist nicht mehr lang, aber es wartet noch viel Arbeit. Und ich kann dieses Wort mittlerweile auch gar nicht mehr hören. Arbeit. Ich kriege keine Luft. Mensch. Und wenn ich mir ein paar Minuten nehme, um ein paar Zeilen in mein Tagebuch zu schreiben, dann bekomme ich schon ein schlechtes Gewissen. Das ist wirklich nicht gesund. Immer wieder. Wie ein Magnet. Zu diesem. Thema. Mensch, schlimm. Und das widerfährt mir, mir, dem Taugenichts. Oh. Fremdes Terrain, aber ich werde zunehmend trittsicher.
Manchmal fühle ich mich, als steckte ich in einem fremden Körper. Noch schlimmer: in einem fremden Leben. Vielleicht wache ich irgendwann in einem Reihenhaus auf und stelle fest, dass mein Dasein im Wald nur ein Traum war. Vielleicht liege ich im Koma, mein Körper zuckt und windet sich in den Phasen geistiger Regung, bleibt aber in der übrigen Zeit still. Nur in meinem Kopf bewegt sich alles. Bis ich eines Tages aufwache und an meinem Fußende sitzt eine Frau, die ich nicht kenne. Oder nicht erkenne. Nicht mehr kenne. Sie zeigt mir den Ring an ihrem Finger und auf den an meinem Finger. Und ich schüttle den Kopf, ich stehe vor den mittlerweile fast erwachsen gewordenen Kindern und weiß nicht einmal ihre Namen. Bei diesem Gedanken kommen mir Tränen. Nein. Und immer wieder frage ich mich, wohin ich gehöre. Wohin. Ins Koma. Ruhe. Nur der Kopf bewegt sich, der Körper fast starr und ruhig.
Kopfschütteln. Weg mit diesen Gedanken, sie machen mich mir fremd und ich bin in diesen Tagen ohnehin weit von mir entfernt. Ich habe überlegt, eine neue, kleine Rubrik einzuführen. Nicht unbedingt am Montag, aber der Donnerstag käme mir zupass. Was geht und was nicht geht. So in etwa. Mal sehen, ob ich einen Modus dafür finde. In jedem Fall geht der Dank an K. für die ungewollte Inspiration.
Und nun noch ein paar Grüße. An meinen Körper, der hoffentlich nicht im Koma liegt. An M. in Hamburg, über deren Angebot ich tatsächlich lächelnd nachdenke - in katzenartiger Manier. Und an Frau S. in H., die das Kriegsbeil niemals begraben wird, die ich aber dennoch besuche. So. An das beste Ypsilon von allen, die all meine Kraft bekommt, die ich noch besitze, damit es ihr gut geht und an meine geisterhafte Katze, die mich immer wieder überrascht.
Und ich bin immer wieder müde. Warum auch immer. So bin ich eben einfach wieder eingeschlafen, vollkommen entkräftet. Nicht jünger, älter werde ich. Nun, daran sollte es nicht liegen, aber ich muss vermutlich mit meinen Kräften besser haushalten. Die nächtlichen Eskapaden am Laptop und die Schlaflosigkeit raubt Energie, das ist sicher. Ich muss etwas ändern, keine Frage. Und nachdem ich eine Tüte Haribo Colorado gegessen habe, ist mir auch wieder schlecht. Ja, ich bin selbst Schuld und ich beklage mich ja auch gar nicht. Ich hatte lediglich das Gefühl, dass ich Zucker brauche. Irgendwo muss die Energie ja herkommen. Obst soll ich essen, kann ich aber wegen der Allergien nicht. Dann eben Gemüse. Ja, das kann ich. Und kein Aber. So habe ich neben nun Kohlrabi und Kartoffeln stehen, nehme hin und wieder eine Gabel und muss aufpassen, dass meine Katze mir nicht zuvor kommt. Immer immer wieder bin ich müde. Es ist zu viel, ich mache zu viel, ich will zu viel. Ich gebe es zu. Ich verzettele mich, keine Frage. Bündeln. Muss ich. Ganz sicher. Und ich muss mir Auszeiten nehmen. Und aufräumen. Und mich aufbäumen. Ich schaffe das schon. Irgendwie. Morgen will das beste Ypsilon von allen wieder arbeiten, aber ich habe kein gutes Gefühl dabei. Ruhe täte ihr gut, davon bin ich überzeugt. Und die Arbeit, so gern sie es auch tut, ist zu viel. Befürchte ich. Aber ich werde sie morgen abholen, damit ihr die Fahrt mit dem Bus erspart bleibt und ich werde sie wie gewohnt nach Hause fahren. Ich hoffe, dass sie weiß, was sie tut, ich hoffe, dass es kein falscher Ehrgeiz ist. Keine Frage, dass es mit ihr einfacher ist, dass ich sie auch brauche, aber Arbeit ist unwichtig. In meinen Augen. Zumindest verglichen mit der Gesundheit. Weise Worte, Herr Sengbusch, das hat bestimmt noch niemand vor ihnen gesagt. Na, egal, nun steht es da.
Noch ein paar Bohnen und dann bin ich satt, mein Kopf wird es niemals sein.
Genugtuung. Wahrlich. Ich rufe bei der "Bild" an und sie kennen dort meine Zeitung. Unglaublich. Nichts musste ich erklären, der junge Mann kannte alles. Überrascht. War ich. Bin es immer noch. Und begeistert. Bin ich. War im ersten Moment aber einfach zu überrascht. Meine kleine Internetzeitung wird erwachsen, ich glaube täglich mehr an das Überleben, an den großen Sieg, der irgendwann bevorsteht. Der Weg bis zum Finale ist ist nicht mehr lang, aber es wartet noch viel Arbeit. Und ich kann dieses Wort mittlerweile auch gar nicht mehr hören. Arbeit. Ich kriege keine Luft. Mensch. Und wenn ich mir ein paar Minuten nehme, um ein paar Zeilen in mein Tagebuch zu schreiben, dann bekomme ich schon ein schlechtes Gewissen. Das ist wirklich nicht gesund. Immer wieder. Wie ein Magnet. Zu diesem. Thema. Mensch, schlimm. Und das widerfährt mir, mir, dem Taugenichts. Oh. Fremdes Terrain, aber ich werde zunehmend trittsicher.
Manchmal fühle ich mich, als steckte ich in einem fremden Körper. Noch schlimmer: in einem fremden Leben. Vielleicht wache ich irgendwann in einem Reihenhaus auf und stelle fest, dass mein Dasein im Wald nur ein Traum war. Vielleicht liege ich im Koma, mein Körper zuckt und windet sich in den Phasen geistiger Regung, bleibt aber in der übrigen Zeit still. Nur in meinem Kopf bewegt sich alles. Bis ich eines Tages aufwache und an meinem Fußende sitzt eine Frau, die ich nicht kenne. Oder nicht erkenne. Nicht mehr kenne. Sie zeigt mir den Ring an ihrem Finger und auf den an meinem Finger. Und ich schüttle den Kopf, ich stehe vor den mittlerweile fast erwachsen gewordenen Kindern und weiß nicht einmal ihre Namen. Bei diesem Gedanken kommen mir Tränen. Nein. Und immer wieder frage ich mich, wohin ich gehöre. Wohin. Ins Koma. Ruhe. Nur der Kopf bewegt sich, der Körper fast starr und ruhig.
Kopfschütteln. Weg mit diesen Gedanken, sie machen mich mir fremd und ich bin in diesen Tagen ohnehin weit von mir entfernt. Ich habe überlegt, eine neue, kleine Rubrik einzuführen. Nicht unbedingt am Montag, aber der Donnerstag käme mir zupass. Was geht und was nicht geht. So in etwa. Mal sehen, ob ich einen Modus dafür finde. In jedem Fall geht der Dank an K. für die ungewollte Inspiration.
Und nun noch ein paar Grüße. An meinen Körper, der hoffentlich nicht im Koma liegt. An M. in Hamburg, über deren Angebot ich tatsächlich lächelnd nachdenke - in katzenartiger Manier. Und an Frau S. in H., die das Kriegsbeil niemals begraben wird, die ich aber dennoch besuche. So. An das beste Ypsilon von allen, die all meine Kraft bekommt, die ich noch besitze, damit es ihr gut geht und an meine geisterhafte Katze, die mich immer wieder überrascht.