Mutschnaubend
Der große Kampf und es nimmt kein Ende. Zu allem Überfluss ist das beste Ypsilon noch immer oder wieder krank und ich kann nicht viel mehr tun, außer an sie zu denken. Das tue ich, keine Frage. Trotz der Windmühlen voller Arbeit, gegen die ich kämpfe. M. hat sich zurückgezogen, wird mich kaum noch unterstützen können. Oder wollen. Grund ist unter anderem H., der die Zusammenarbeit massiv torperdiert. Und plötzlich bin ich draußen. Keine Bilder mehr für den Springer Verlag, keine Sport mehr für diese oder eine andere Zeitung. Aber sie unterschätzen mich: Wenn ich am Boden liege, bin ich gefährlich, dann werde ich mutig, dann bin ich stärker. Ich höre erst dann auf zu kämpfen, wenn mein Herz nicht mehr schlägt. Ja, es ginge einfacher, der Weg des geringsten Widerstandes war mir aber zum Einen zu gerade und zum Anderen zu langweilig. Außerdem krieche ich vor niemandem in den Staub, nur um klingende Taler zu kassieren. Zu viel Stolz. Fragezeichen. Vielleicht - und wenn, ist es auch nicht schlimm. Ärgerlich ist es jedoch, dass die Arbeit zunimmt, dass gerade in der Zeit, in der es am Schlimmsten ist, in der ich händeringend um ein kleines Fenster mit Ruhe und Zeit bitte, ich wieder allein da stehe. Und warum verbringe ich dann Zeit hier, in meinem Tagebuch? Sollte ich mich nicht um wichtigere Dinge kümmern? Es gibt nichts, das wichtiger wäre und ich bin hier zu Hause. Zu viele Dinge gleichzeitig können auch ermüden. Sagte D. gestern. Und vielleicht ist das richtig, ich habe das schon einmal über mich gelesen und fühlte mich ertappt. Nicht zu viele Dinge gleichzeitig. Das sage mal jemand diesen Windmühlen, gegen die ich wie Don Quichote kämpfe. Ohne Sancho Pancha. Ein wenig viel, es nimmt Überhand. Keine Frage. Schleichender Wahnsinn und kuriose Anfälle von Verzweiflung. Warum ich denn nur damit nicht aufhöre, fragte mich jemand gestern. Weil es mir - trotz allem - immer noch, immer wieder auch Spaß macht. Auch wenn ich zu viel Zeit investiere. Ich weiß, irgendwann kommen bessere Tage. Zumal ich gar nicht finde, dass es zurzeit so schlimm ist. Es ist lediglich anstrengend.
Fast, ich habe es fast im Griff. Mein Schlafdefizit. Gestern Nacht konnte ich erneut schlafen, fast zehn Stunden habe ich mir gegönnt - mit kurzen Unterbrechungen. An Träume denke ich nicht. Oder ich erinnere mich nicht an sie. Ein wenig schade ist es, aber es geht zunächst um Ruhe. Was dabei in meinem Kopf geschieht, möchte ich noch gar nicht wissen. Heute Nacht werde ich noch einmal schlafen, werde ich noch einmal Ruhe tanken, bevor ich in die letzte Runde gehe. Ein wenig fasziniert es mich, dass ich den Punkt der Entkräftung noch immer so weit hinauszögern kann. Noch immer. Irgendwann wird es passieren, irgendwann breche ich wortlos zusammen. Im Grunde genommen ist das auch das, was ich mir als Ende wünsche. Ein wenig Dramatik, ein wenig anders, aber ein rascher Tod. Und auch wenn M. noch immer behauptet, dass ich systematisch auf mein Ableben hinarbeite, dass ich eine Fackel sei, die nicht nur von beiden Seiten, sondern auch in der Mitte brennt, so stimme ich ihm mittlerweile zu, halte aber auch meine Fahne hoch auf der steht: Lieber heller und schneller, als ewig durch die Dämmerung zu schleichen. Denke ich.
Wieder an die Arbeit. Wieder fleißig sein. Anständig. Nein. Aber es gibt Grüße. Natürlich. An das beste Ypsilon von allen, der ich alle zur Verfügung stehende Kraft sende, an T., die vermutlich am Mittwoch wieder auf mich verzichten muss und an M., der zwischen den Stühlen sitzt und dem ich einen Sessel anbieten werden. Und alle anderen. Grüße ich auch. Oh, und weil es passt und in der Endlosschleife steckt: The only way is up - Yazz.
Fast, ich habe es fast im Griff. Mein Schlafdefizit. Gestern Nacht konnte ich erneut schlafen, fast zehn Stunden habe ich mir gegönnt - mit kurzen Unterbrechungen. An Träume denke ich nicht. Oder ich erinnere mich nicht an sie. Ein wenig schade ist es, aber es geht zunächst um Ruhe. Was dabei in meinem Kopf geschieht, möchte ich noch gar nicht wissen. Heute Nacht werde ich noch einmal schlafen, werde ich noch einmal Ruhe tanken, bevor ich in die letzte Runde gehe. Ein wenig fasziniert es mich, dass ich den Punkt der Entkräftung noch immer so weit hinauszögern kann. Noch immer. Irgendwann wird es passieren, irgendwann breche ich wortlos zusammen. Im Grunde genommen ist das auch das, was ich mir als Ende wünsche. Ein wenig Dramatik, ein wenig anders, aber ein rascher Tod. Und auch wenn M. noch immer behauptet, dass ich systematisch auf mein Ableben hinarbeite, dass ich eine Fackel sei, die nicht nur von beiden Seiten, sondern auch in der Mitte brennt, so stimme ich ihm mittlerweile zu, halte aber auch meine Fahne hoch auf der steht: Lieber heller und schneller, als ewig durch die Dämmerung zu schleichen. Denke ich.
Wieder an die Arbeit. Wieder fleißig sein. Anständig. Nein. Aber es gibt Grüße. Natürlich. An das beste Ypsilon von allen, der ich alle zur Verfügung stehende Kraft sende, an T., die vermutlich am Mittwoch wieder auf mich verzichten muss und an M., der zwischen den Stühlen sitzt und dem ich einen Sessel anbieten werden. Und alle anderen. Grüße ich auch. Oh, und weil es passt und in der Endlosschleife steckt: The only way is up - Yazz.