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Geschichten und Gedanken




Sauereien im Zug nach Nürnberg
geschrieben am: Wednesday, 17. February 2010, 14.16 Uhr

Das Tagebuch

Schön war's. Vorgestern. Gestern auch, ein definitiv freier Tag, einfach zum Genießen, zum Ausruhen und zum Erholen. Einfach. Für mich. So. Und ich habe den Tag auch genau so genutzt, wie er gepant und vorgesehen war. Von mir und für mich. Doch während ich gestern ganz geplant allein in meiner Kemmenate saß und mich einfach nur von Pixel beregnen ließ, hätte es am Montagabend bei den Feuerbrüdern gern etwas voller sein dürfen. Zweifelsohne. Nicht, dass ich unzufrieden mit den Zuschauern gewesen wäre, nein, im Gegenteil. Nur ein paar mehr von ihnen, das wäre noch schöner gewesen. Und meine neuen Texte muss ich vorher testen und ausprobieren, das bringt am selben Tag einfach nichts. Auf keinen Fall. Nein. Nun, alles so Erfahrungen, die ich mache und auf die ich bekanntlich so viel Wert lege.

 

Im Zug riecht es nach eingeschlafenen Füßen und die Einfältigkeit der Menschen am Nachbartisch tropft auf den Boden. Sie bemerken es nicht, weil sie nur nach oben sehen und nach unten treten, sie bemerken es nicht, weil sie sich noch mit den Hinreise beschäftigen, während sie längst auf dem Rückweg sind. Und zu ihren Füßen diese Sauerei, die irgendjemand säubern muss, der vermutlich dann gar nicht weiß, was er da beseitigt. Den Menschen ist es dieweil gleichgültig, was sie reden und was für einen Unfug sie verbreiten, amüsiert hören wiederum andere zu und ich weiß, dass es alles Säugetiere sind, die sich durch den Mutterleib kämpften und am Ende zu Staub werden. Das finde ich wiederum so rasend komisch, dass ich mich kaum halten kann. Vielleicht mache ich auch mal so eine Sauerei auf dem Boden.

 

Nürnberg. Ich freue mich.

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