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Geschichten und Gedanken




Geplatzte Flensburger
geschrieben am: Monday, 15. February 2010, 09.11 Uhr

Das Tagebuch Mal kurz zwischendurch, nachdem ich gestern Abend unfreiwillig freiwillig fei hatte und heute Abend die Feuerbrüder auf dem Programm stehen, während ich noch einen Berg von Arbeit vor der schmalen Brust habe und Ideen meinen Kopf zum Platzen bringen, was aber letztlich ein ganz normaler Zustand ist, den ich nicht erwähnen muss. Nur mal zwischendurch einen kurzen Nachbericht vom Wochenende und dem wirklich famosen Dichterwettstreit in Flensburg, was letztlich mehr einem Familientreffen glich, denn einer Veranstaltung mit Wettbewerbscharakter. Und wie immer, wenn so viele brillante Poeten auf einem Haufen herumlungern, darf ich die Veranstaltung eröffnen. Das hat schon Tradition bei mir und es stört mich nicht mehr. Vor allen Dingen dann nicht, nachdem ich in Braunschweig war. In einer sensationellen Vorrunde profitierten der Herr 23, Herr Hübscher, Herr Neumeier und Frau Schauer von der Qualität ihrer Beiträge, im Finale war das aber eine sehr eindeutige Angelegenheit, weil Moritz dann mit dem norddeutschen, schwarzen Humor alles eindunkelte, wogegen sich weder Sebastian, Marque-Regnier und auch nicht Sabrina behaupten konnten. Ein verdienter Sieg für den Mann aus Itzehoe, die Fotos sind alle schon bei facebook und ich komme mit dem Hochladen auf dieser Seite gar nicht mehr hinterher. Die kleine Kamera ist toll, belastet mich aber auch mit dem Fluch, alles zu dokumentieren, was mal wieder Jammern auf hohem Niveau ist, von dem ich irgendwann auch mal zu Boden stürzen werde. Zu Boden gestürzt bin ich dann auch in der Nacht, weil mein Kopf beim gemütlichen Miteinander überquoll und ich mir eine Auszeit nehmen musste. Aber schön, ja, schön war Flensburg wieder einmal, viel mehr Dichterkunst kann sich im Kühlhaus wohl nicht mehr ballen. Denke ich. Und ich mache mich jetzt rasch auf den Weg zum Frühstück und zum Auswendig lernen der neuen Texte. Mann. Das wird noch ein Ritt. Heute. Der Abend wird sagenhaft, das weiß ich schon.

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Es ist an der Zeit, die Wahrheit zu sagen, nichts zu verschweigen.“Die Wahrheit”, sagt mein Bruder, “die Wahrheit ist die beste Lüge, denn niemand wird dir glauben.” Niemand wird mir glauben, davon bin ich überzeugt, aber ich habe mir sein jenem Abend selbst versprochen, nur noch die Wahrheit zu sagen. Nichts anderes als die Wahrheit, auch wenn mir kein Gott helfen kann. (aus "Feuerbrüder")
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