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Geschichten und Gedanken




Durch die Untiefen der Republik
geschrieben am: Saturday, 02. January 2010, 14.35 Uhr

Das Tagebuch Wer sich in Deutschland auskennt, der weiß, wo Krauchenwies-Göggingen liegt. Ich kann es nur erahnen, aber da die Bahn ohnehin sehr freundlich gesinnt ist und mich klaglos reisen lässt, lasse ich mich ganz nach Fahrplan abliefern in einem kleinen Ort, der vermutlich nicht größer ist als das Dorf, aus dem ich stamme und in dem ich früher fast jeden kannte. Ein volles Haus heute Abend, es nur ägerlich, dass Dominik nicht mit dabei sein kann. Das Wetter streicht ihm die Rechnung und er bleibt im Schnee und Eis Daheim. Schade, aber das Wiedersehen wird somit vertagt auf den 9. Januar, das ist auch schön. Bis dahin reise ich noch durch die Untiefen der Republik, lerne das Land, aus dem ich nur bedingt stamme, ein wenig besser kennen und freue mich über eine Vielzahl von Menschen, mit denen ich Zeit und Raum teilen darf. So wie in den vergangenen Tagen, was schlichtweg schön war, obschon ich zuvor mehr als aufgeregt war. Eine Gleichung mit vielen Unbekannten lässt sich nicht immer lösen, das wissen Mathematiker und auch emotional intelligente Menschen. Wenn dann doch alles gut ausgeht, dann ist das - wie in diesem Fall - ein Fest zu einem Fest und das zum Wechsel der Monate von zwölf auf eins. Wunderbar. Am liebsten wäre ich dort geblieben, aber dafür kann ich jetzt wieder auf die Bühne, das hat eben immer Vorrang. Für mich. Und morgen, ja, morgen gibt es dann noch eine Überraschung für zwei kleine Nichtelfeen, die davon nichts wissen. Wie herrlich.

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