schriftstehler

Geschichten und Gedanken




Chemie für den Tag
geschrieben am: Tuesday, 09. March 2010, 11.08 Uhr

Das Tagebuch

Erschießen möcht' ich dich und mich in einem Wald, der dein Garten ist. Begraben zwischen den Wurzeln dessen, womit wir unsere Liebe vermessen haben und die Früchte der Fantasien gegessen haben.

 

Manchmal gibt es nicht viel mehr zu sagen, als das, was schon tausende von Mündern erbrochen haben. Mir ist kalt und so sehr ich den Winter vergöttere, so sehr freue ich mich jetzt darauf, dass er vorbei sein wird. Irgendwann. Ich hoffe, ich darf das noch erleben - bei diesen Wetterkapriolen weiß wohl niemand, wie lange das alles dauert. Und bei diesem Temperaturen macht es mir das Wetter auch leicht, mich darauf zu freuen, die Cellistin und das schmucke Haus zu verlassen. Kalt, es ist hier so kalt, wirklich unwirtlich. Ich könnte den ganzen Tag duschen und eine Heizung heiraten. Immer.

 

Neue Textideen im Kopf und eine Reise nach Detmold vor der Brust, da wird die Fahrt im Zug zum Arbeitsauftrag, den ich doch liebend gern erfülle. Die Erkältung sitzt noch in mir, aber Dank einer behutsamen, chemischen Keule, die ich ungern anwende, geht es mir gut. Wirklich. Und dann freue ich mich eben auch schon auf Detmold und die Menschen und so weiter und so fort. Das ändert nichts daran, dass mir jetzt kalt ist und dass ich jetzt dringend duschen muss. Alles ist gesagt. Glaube ich.

 

Grüße. An die Cellistin im Ausland, an die neue Vermieterin und an die Unendlichkeit in Abwesenheit in Ewigkeit. Amen.

 

...und irgendwann kommen sie und holen mich ab.

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