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Geschichten und Gedanken

Das Tagebuch

Vor Heidelberg mit Brummschädel

vom 23. January 2010, 14.01 Uhr

Das Tagebuch

Ich finde es imme sehr leicht, sich das Leben schwer zu machen. Vor allen Dingen, wenn es auf so unbedachte Weise geschieht. Zweimal in Folge zu verschlafen, das ist schon eine Kunst für sich. Vor allen Dingen dann, wenn ich jahrelang nicht verschlafen habe. Gut, es gibt imme Ausnahmen, die eine Regel unbeding bestätigen wollen und sich deshalb anders als der Rest gebärden. Beschweren will ich mich nicht, ich habe es auch heute noch geschafft, meinen Zug zu erwischen, hole den ersten, den verpassten noch ein und steige dann einfach um.... weiterlesen




Aaaaaaaaaaaaahhh

vom 19. January 2010, 12.30 Uhr

Das Tagebuch

Wenn es nach mir ginge, dann würde ich jetzt lauthals schreien. Also richtig laut und in allen Farben, Formen und Schattierungen. Aber. Aber! Nein, es geht einfach nicht. Ich bekomme keinen Ton heraus. Nichts. Nüscht. Ein heiseres Krächzen, was vielleicht mitunter ganz anziehend wirken kann, im Zusammenhang aber so gar nicht wirkt. Und ich will nach Koblenz. So geht es ja nun schon mal gar... weiterlesen




Spaß ist Erfolg

vom 17. January 2010, 02.18 Uhr

Das Tagebuch

Es gibt so Menschen, die rechnen, für die muss alles messbar sein. Sie wünschen mir "Viel Erfolg", und sie verstehen nicht, dass es auch andere Werte im Leben gibt. Oder dass es auch einfach nur Spaß machen kann, was man gerade tut. Erfolg. Spaß ist Erfolg, mit einem Lächeln einzuschlafen, auch das ist Erfolg, aber diese Menschen wollen Zahlen sehen. Ich kann das nicht verstehen und ich weiß, dass auch diese Menschen mich nicht verstehen. Eine Kommunikationsstörung, ein leidige Sache, ein endloses Missverständnis, eine... weiterlesen




Aus den Kammerspielen

vom 14. January 2010, 02.41 Uhr

Das Tagebuch
Mal rasch durch die Nacht und eben zwischendurch: Ganz gesund war ich noch nicht, aber das schien doch einigen Besuchern des Logensaals so zu gehen, die überraschend fern blieben. So war das Haus nicht komplett ausverkauft, aber dennoch passabel gefüllt und jene Gäste machten so viel Lärm, dass es überall zu hören war. So kann es dann auch Spaß machen - und das tat es auch. Es gewann am Ende Thomas Langkau (www.satzsucher.de), der damit eine kleine Siegesserie startet. Im Finale... weiterlesen



Zombie und Spaß

vom 10. January 2010, 18.42 Uhr

Das Tagebuch

Es ist erst ein Drittel des ersten Monats verstrichen, aber ich habe das Gefühl, als wäre ein Drittel des Jahres vorbei. Andere Städte, andere Gesichter, andere Bühnen, wenig Zeit und viel zu tun, noch mehr Ideen und geringe Temperaturen, Husten und jede Menge Lächeln, Trophäen und Tiefpunkte, nächtliche Exkursionen und die Unendlichkeit im Genick. Es ist freilich ein gutes Gefühl, das mich fortwährend begleitet und es ist auch gut zu wissen, dass ich mich selbst begleite, wenn ich auf Reisen bin. Es ist gut, dass ich mit dem Tragbaren... weiterlesen




Torsten

vom 05. January 2010, 07.41 Uhr

Das Tagebuch

Ich weiß wirklich nicht, ob der Mann, dessen Schädel ich heute im Gepäck habe, Wert auf einen weiteren Buchstaben in seinem Vornamen legt. Gib mir ein "h"? Ich weiß es nicht, aber ich habe den goldenen Schädel im Gepäck, der nach ihm benannt wurde, ich habe Torsten, den Nachnamen Sträter... weiterlesen




Silber, Schwarz und Zufriedenheit

vom 04. January 2010, 17.37 Uhr

Das Tagebuch

So sehr ich mich auf und über jeden Auftritt freue, so gierig bin ich doch jetzt, wieder nach Hause zu kommen, wieder in meinem Bett zu schlafen. Dabei war ich in den vergangenen Tagen und Nächten trefflich untergebracht, habe großartige Menschen in Göggingen kennengelernt, der Gastfreundschaft wohl kaum zu überbieten ist. Zum Wohnen wäre mir der Ort... weiterlesen




Durch die Untiefen der Republik

vom 02. January 2010, 14.35 Uhr

Das Tagebuch
Wer sich in Deutschland auskennt, der weiß, wo Krauchenwies-Göggingen liegt. Ich kann es nur erahnen, aber da die Bahn ohnehin sehr freundlich gesinnt ist und mich klaglos reisen lässt, lasse ich mich ganz nach Fahrplan abliefern in einem kleinen Ort, der vermutlich nicht größer ist als das Dorf, aus dem ich stamme und in dem ich früher fast jeden kannte. Ein volles Haus heute Abend, es nur ägerlich, dass Dominik nicht mit dabei sein kann. Das Wetter streicht ihm die Rechnung und er bleibt im Schnee und Eis Daheim. Schade, aber das... weiterlesen



Zurück oder nach vorn

vom 31. December 2009, 18.51 Uhr

Das Tagebuch
Ich könnte freilich mich hinsetzen und über die Vergangenheit schreiben, zurückblicken auf das, was war und darüber urteilen, was aus meiner Sicht ganz fein und was für mich seltsam lief. Ich könnte es tun, wenn ich daran glaubte, die Vergangenheit zu beurteilen, brächte mir einen Vorteil für die Zukunft. Ich könnte das alles tun und wäre am Ende auch nicht schlauer als zuvor, weil das alles... weiterlesen



Schwarz fahren

vom 29. December 2009, 10.47 Uhr

Das Tagebuch

Das Jahr ist vorüber. Nicht offiziell, dafür fehlen noch ein paar Stunden, aber nach dem letzten Auftritt im Jahr 2009 kann ich mich jetzt für ein paar Tage entspannt zurücklehnen und eben auch behaupten, dass das Jahr jetzt vorbei sei. Zumindest was die Bühne anbelangt. Geschlafen habe ich deswegen immer noch nicht so richtig, aber ich kann mich entspannt zurücklehnen, genieße die Ruhe, die... weiterlesen




Vielen Dank, Borken

vom 27. December 2009, 08.53 Uhr

Das Tagebuch

Im Nachhinein kann ich nicht mehr genau sagen, wo ich gewesen bin. Klar, ich kenne den Namen, vielleicht sogar die Adresse, ja, ich weiß, dass ich in Borken war, aber ich kann eben nicht genau sagen, wo das liegt. Das ist der Nachteil, wenn ich mit Bahn und Bus und Taxi unterwegs bin. Ob Borken nun nördlich, südlich oder himmelwärts von Münster gelegen ist, kann ich demnach nicht beurteilen, aber ich kann genau sagen, dass der Grenz-Slam eine ganz feine Veranstaltung war. Mit tollen Poeten, einem zahlenmäßig reichhaltig besetztem... weiterlesen




Feste und ein Dank ohne Adresse

vom 24. December 2009, 23.49 Uhr

Das Tagebuch

In der Dachkammer unter der Decke. In Gedanken über das Leben. Ich kann wahrlich nicht sagen, dass es mir schlecht geht, ich fühle mich wohl. Und das an diesem Abend, den ich bislang doch immer mied, als sei er nicht vorhanden. Es ist ein guter Tag gewesen, es war ein warmer Abend unter Freunden und in der Familie, die immer bleibt. So ist es recht. Und ich lächle, wenn ich draußen den Schnee sehe, die Unendlichkeit ist bei mir und vermutlich ist es auch umgekehrt der Fall. Allein dafür hat sich das Jahr gelohnt, für einen Hauch... weiterlesen




Die Sache mit den Fotos

vom 18. December 2009, 14.35 Uhr

Das Tagebuch

Ein halber, ruhiger Tag zu Hause. Im Chaos. Ich komme nicht einmal zum Auspacken der Kartons, das wird sich erst ändern, wenn die Welt die Harmonie feiert und ich dieweil Kartons auspacke, Regale baue, die wieder in sich zusammenfallen und meinen Frieden in der Dachkammer finde. Momentan geht es mir wirklich gut, auch wenn die Cellistin unten behauptet, meine Erfolgsserie ginge ihr mittlerweile auf die Nerven und ich solle doch mal wieder verlieren. Oder einfach nur schlecht auf der Bühne sein. Oder mal wieder etwas mchen, worüber sich... weiterlesen




Feuerbrüder und Temperaturen

vom 17. December 2009, 12.18 Uhr

Das Tagebuch

Ganz ehrlich: 13,2 ist zu wenig. Das ist auch kein Zwischenwert, das ist schon eine Zahl, die sich jenseits des Grenzbereichs befindet. Bei 13,2 Grad kann ich nicht arbeiten, jedenfalls nicht ohne Handschuhe. Oder ohne Heizdecke. Oder ohne Mütze. Wobei ich ja ohnehin nicht ohne Mütze arbeite, lebe oder liebe. Auf keinen Fall. Im Arbeitszimmer sind nun also 13,2 Grad und ich überlege, welche warmen Gedanken ich mir machen kann, damit das aufhört. Ich meine den Kälteeinbruch. Ein warmer Winter käme mir nun sehr zupass, aber der... weiterlesen




Soest, nein, Paderborn und der Heimweg

vom 16. December 2009, 08.39 Uhr

Das Tagebuch

Ich bin müde. Wirklich. So früh auf den Beinen, mit der Bahn auf den Gleisen unterwegs, ein kurzer Stopp in Hannover, dann geht es weiter in meine Stadt, in der ich mich zu Hause fühlen will. Viele Tage hinter mir, noch mehr Tage vor mir, großartige Menschen kennen gelernt, ins Herz geschlossen, ohne sie einsperren zu wollen. Mal gewonnen, mal verloren, aber am Ende immer als Sieger gefühlt, auch wenn Münster ein wenig seltsam verlief, weil Schulklassen eben mitunter nicht die Reife, den Einblick und die Tiefe haben, um... weiterlesen




Toller Abend, liebe Gäste

vom 14. December 2009, 01.27 Uhr




Essen ist schön, Hamburg wie immer

vom 04. December 2009, 13.54 Uhr

Das Tagebuch

Hamburg begrüßt mich so, als hätte ich die Stadt nie verlassen: Es regnet leise vor sich hin und alles ist so grau, als hätte sich jemand bemüht, für eine einheitliche Farbe zu sorgen, damit niemand sonderlich auffällt. Aus Essen zurück vermisse ich meine Dachkammer, auf die ich noch ein paar Minuten warten muss, weil ich in den Kammerspielen um den Fortbestand des Buddha-Slams kämpfe. Und um Zahlen. Anschließend kann ich mich auf den Weg in die neue Heimat machen, die Cellistin begrüßen und ein paar Minuten ausruhen, ehe es dann heute... weiterlesen




Wegwerfgesellschaft

vom 03. December 2009, 15.02 Uhr

Das Tagebuch

Irgendwo in Bielefeld, ganz entspannt am Tragbaren sitzend und mit den Gedanken beim neuen Buch. Das kleine Gepäckstück liegt neben mir, ich bin in mir und weitgehend zufrieden, weil sich die Dinge meistens ganz zauberhaft entwickeln, wenn ich auf meine Instinkte höre oder mich schlicht von ihnen leiten lasse. Einiges muss ich auch über Bord werfen, ich kann nicht immer alles mitnehmen. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, da gehört es zum guten Ton einigen Dingen den Laufpass zu geben. Manchmal ohne einen Grund, manchmal um etwas... weiterlesen




Richtiges Internet zu Hause und so

vom 28. November 2009, 19.52 Uhr

Das Tagebuch

Ich bin wieder drin. Im Internet. Nicht mit diesem Webstick, den ich wirklich nur dafür abgeschafft hatte, um auch unterwegs ein Büro zu haben, sondern so richtiges Internet ohne irgendwelche Einschränkungen und mit lästigen Pin-Abfragen oder anderem Krimskrams. Und Telefon habe ich jetzt auch wieder. Richtiges Telefon zu Hause, so dass ich das Handy ausschalten kann und das andere Telefon auch und behaupten darf, dass ich nicht erreichbar sein will. Es wird noch Wochen dauern, bis ich mich geordnet habe, vor allem weil ich feststelle,... weiterlesen




Nichts, rein gar nichts

vom 24. November 2009, 19.05 Uhr

Das Tagebuch
Durch den Wechsel um mich herum komme ich momentan zu gar nichts, deswegen komme ich morgen. Mit den neuen Links, mit ein paar Worten zum Sonntag und ein paar ganz anderen Worten. Aber eben nicht heute, sondern morgen. Und heute bin ich erst einmal wieder auf der Bühne im Molotow. Mehr gibt es nicht. weiterlesen



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Termine

>> Friday, 12. March 2010, Hamburg (Zeise Kino), 22.30 Uhr
>> Saturday, 13. March 2010, Soltau (Kantine), 20.00 Uhr
>> Sunday, 14. March 2010, Fürth (Kofferfabrik), 20.00 Uhr
>> Monday, 15. March 2010, Ansbach (Café Klatsch ), 20.00 Uhr
>> Tuesday, 16. March 2010, Schwabach (Kabuff), 20.00 Uhr
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Es ist an der Zeit, die Wahrheit zu sagen, nichts zu verschweigen.“Die Wahrheit”, sagt mein Bruder, “die Wahrheit ist die beste Lüge, denn niemand wird dir glauben.” Niemand wird mir glauben, davon bin ich überzeugt, aber ich habe mir sein jenem Abend selbst versprochen, nur noch die Wahrheit zu sagen. Nichts anderes als die Wahrheit, auch wenn mir kein Gott helfen kann. (aus "Feuerbrüder")
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